Clunia-200502
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Wie ihr alle wisst bin ich der Sohn von Petra und Karsten. Und eines Tages, die Sonne lachte vom wolkenlosen Himmel, und alles bei uns zu Hause war irgend wie ganz anders, da haben mir meine Eltern eine Strickmütze auf den Kopf gesetzt - und gemeint: “ So junger Mann - jetzt geht’s los. Ich muss ja zugeben, alle, die  diesem Tag besser aussahen, waren geschminkt. Aber weil ich sowieso immer gut aufgelegt bin, habe ich dem was da auf mich zu kam, gelassen ins Auge geblickt.

Mein Vater - Karsten hat sich in den Sonntagsanzug geschmissen  und die neuen Schuhe aus dem Kasten geholt. Mensch war das ein feiner Pinckel. Ich musste dabei an die Worte meiner Mutter denken: “ Männer sind wie Streichhölzer - Wenn sie Feuer fangen, verlieren sie den Kopf. “

Meine Mutter - mann die hättet ihr sehen sollen. Frisch gebadet - Farbe im Gesicht - die Haare aufgesteckt - Perlen rein geschnürt und die teuerste Kette aus der Schatulle geholt. Die hatte so eine Freude, wenn sie nicht zwei Ohren gehabt hätte, hätte sie “rundum” gelacht. OK habe ich mir gedacht - bis jetzt macht’s ja noch richtig Spass.

Dann sind wir losgefahren - zu einem schönen Haus mit Turm - die nannten es Kirche. Und da waren so viele Leute, die ich kannte - mann oh mann  das kann noch aufregend werden.

Da sind sie alle - ja ich weiss man kann den einzelnen nicht erkennen weil das Bild so klein ist aber ich schwör’s  euch - alle waren da. Alle Opas alle Omas alle Onkel und Tanten und von dem, die Schwester, und vom anderen der Bruder und viele Freunde. Und alle kannten mich und sind nur wegen mir gekommen.  Ich dachte mir nur - Auch Glatzköpfe haben manchmal Glückssträhnen.

Ich hatte solchen Spass Leute - echt alles hat sich nur um mich gedreht. Unsere Freunde waren alle ganz fein gekleidet. Jeder war gut aufgelegt. Einfach klasse das Ganze.
Bis dann plötzlich meine Eltern auf mich zukamen und mich in den Arm nahmen. Mein Vater, der Karsten hat dann irgendwas erzählt von Kerze anzünden und Wasser schütten - OK hab ich zu mir gesagt, das mit dem Wasser gefällt mir schon.

Dann haben mich meine Eltern in dieses Haus, das sie Kirche nannten, hineingetragen. Mensch ich hab den Mund kaum zugebracht. Da wohnt aber auch kein Armer. Nur ein Raum - viele bunte Fenster, riesengrosse Bilder und Statuen, und viele Sachen in Gold.
Na ja das muss man sich leisten können. Macht nicht’s Laurin habe ich gedacht da hat sich jemand sehr viel Mühe gegeben. 

Ganz vorne in der Kirche ist dann ein Mann ganz in Weiss gestanden. Neben ihm zwei kleinere Jungs die haben auf mich gewartet. Es wurden Lieder gesungen und Geschichten erzählt. Dann hat der weiss gekleidete Mann mit meinen Eltern geredet und auch mit meinem Götti und der Gotta. Ehrlich ich hatte keine Ahnung um was es dabei ging. Aber an der Stimmlage konnte ich erkennen, dass es nichts böses war.

Ich hab dann noch versucht von dem “Kleineren Weissen” neben mir zu erfahren, was da jetzt abgeht, aber der hat kein Wort rausgebracht. Der hat nur gegrinst. Wenn Du mich fragst, der war noch nicht ganz ausgeschlafen. Das kenne ich. Das vergeht.

Nach einigem bla bla bla hat dann der “Grosse Weisse” mir Wasser über den Kopf geschüttet. Ich weiss nicht - die Grossen dürfen immer alles - wenn ich das mache gibt es immer “Megazoff”. Na auf jeden Fall hat er mir noch die Stirn eingekremt und eine Kerze wo mein Name draufstand wurde angezündet. Dann gab’s noch einen Brief von meiner Mama und gesungen haben die alle - es war kaum zu glauben. Später hat mir dann einer erklärt dass ich getauft wurde - auf den Namen Laurin Keno und somit in die Gemeinschaft der Katholiken aufgenommen wurde. OK hab ich gedacht “Feiern können die Brüder” das passt.

Ja Leute das war so mein Tag. Echt coole Sache. Also für mich war das echt ne Megaparty. Mein Motto für die Zukunft ist “Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.

Ach ja - hätte ich doch fast vergessen - danach haben meine Eltern noch geheiratet, was immer das auch ist. Wenn ihr die Fotos sehen wollt müsst ihr

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